Nach einer Studie von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) von 1995, ist der Saldenburger Granit „bedingt als Standort geeignet“. Positiv sei die relativ homogene Zusammensetzung und die geringe Bevölkerungsdichte. Deshalb gründete sich 1996 die gemeinnützige Bürgerinitiative mit dem Namen: „Bürgerinitiative gegen ein geplantes Atommüllendlager im Saldenburger Granit e.V“.
Unsere Bürgerinitiative lehnt die Einrichtung eines atomaren Endlagers ab und setzt sich für die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt ein. Wir wollen erreichen, dass Untersuchungen über eine Eignung unserer Heimat als Endlager für Atommüll sowie diesbezügliche Planungen und Bauvorhaben unterbleiben und dass andere, die Umwelt nicht oder weniger belastende Energiequellen, in einem Umfang genutzt werden, der den folgenden Generationen gegenüber verantwortet werden kann. Denn keiner kann uns die ständige Angst davor nehmen, dass die Radioaktivität eines Tages nicht mehr zu kontrollieren ist und dann unsere Heimat verseucht und unbewohnbar wird. Es wären Leib und Leben der Bevölkerung von radioaktiver Verseuchung bedroht.
Schon in kleinsten Mengen zerstört radioaktive Strahlung menschliche Moleküle und verändert den genetischen Code menschlicher Zellen. Dadurch kann es zu schweren Strahlenschäden kommen, u. a. zu Krebs und Erbkrankheiten, wie wir ja von zahlreichen Strahlenopfern von Tschernobyl sehen und gesehen haben.